GELENKVERSCHLEIßTHERAPIE

Bei der Erkrankung im Sinne eines Gelenkverschleißes soll es sich um eine der häufigsten Erkrankungen handeln, an denen viele Menschen leiden. In der Bundesrepublik sollen ca. 12 Millionen Menschen an Gelenkverschleiß erkrankt sein. Die Dunkelziffer könnte ebenfalls hoch sein.

Bei einem Gelenkverschleiß kann es unter Umständen zu einer Zerstörung des Knorpels, der unter anderem einen Puffer zwischen den Knochen darstellt und der nicht durch Blut sondern durch Diffusion ernährt werden soll, kommen. Der Knorpel soll elastisch sein und unter anderem Wasser, Glucosamin, Chondrotinsulfat und Hyaluronsäure etc. beinhalten.

Verliert der Knorpel z. B. durch Verletzung, durch fehlende Muskel- und Bandführung und/oder durch fortgeschrittenes Alter seine Elastizität, könnte er brüchig werden und dann seine Funktion nicht mehr optimal ausführen.

Um bildlich den Knorpelverschleiß darzustellen, kann man z. B. den Verschleiß in 4 Stadien aufteilen wie:

  • Stadium 1: kein Knorpelverschleiß, der Knorpel umgibt die Gelenke wie ein Zuckerguss
  • Stadium 2: leichte Auffaserung des Knorpels wie Schlingpflanzen
  • Stadium 3: Rissigkeit des Knorpels mit kraterähnlichen Veränderungen
  • Stadium 4: kein Knorpel mehr vorhanden, "Glatze"

Je früher man den Gelenkverschleiß erkennt, desto gezielter, effektiver und eher soll es eventuell möglich sein, den Verschleiß ggf. zu behandeln.

Aus diesem Grunde ist auch hier die Vorsorge möglicherweise von entscheidener Bedeutung.

Die Voraussetzungen des Vermeidens und Fortschreitens eines Gelenkverschleißes könnte vielleicht unter anderem neben der ausgewogenen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse und weniger rotem Fleisch, welches viele Entzündungsfaktoren enthalten soll, eine Vermeidung von Extremsportarten und Übergewicht sein.

Wenn es medizinisch sinnvoll und möglich ist, sollten zunächst alle nichtoperativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Im Vordergrund könnte unter anderem eine Ernährungsumstellung und/oder Gewichtsreduktion, die Stabilisierung der Sehnen, Muskeln und/oder Bänder z. B. durch Krankengymnastik etc. hilfreich sein. Zusätzlich könnten Hilfsmittel, die nur bei Belastung und kurzfristig angewendet werden sollten (z. B. Bandagen) verschrieben werden. Selbstständig im häuslichen Rahmen durchführbare Übungen sollten erlernt und  motiviert jeden Tag  im sog. schmerzfreien Rahmen durchgeführt werden.

Reichen diese Therapieformen nicht mehr aus, könnten auf ausdrücklichen, eigenen Wunsch der Patientinnen und Patienten wissenschafltlich nicht gesicherte und nachgewiesene sogenannte alternative Anwendungsformen möglich sein, z. B.:

  1. Ohr- und/oder Ganzkörperakupunktur
  2. Sogenannte Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
  3. Sogenannte körpereigene Arthrosetherapie
  4. Magnetfeldtherapie
  5. Hochfrequente Lasertherapie
  6. Sogenannte Hyaluronsäuretherapie
  7. Dreidimensionale Wirbelsäulenstatikvermessung
  8. Kinesio-Taping
  9. Infusionstherapie
  10. Möglicherweise sog.Nahrungsergänzungsmitel (Glucosamin, Chondrotitinsulfat, Hyaluronsäure und Mineralien)
  11. Unter Umständen sogenannte naturheilkundliche und homöopathiseh Injektionen (z. B. Teufelskralle, Mistel, Arnika etc.)

Ausdrücklich muss aus juristischen Gründen darauf hingewiesen werden, dass die o. g. sogenannten alternativen Anwendungsformen in ihrer Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten. Auch wenn einige Experten von diesen sogenannten alternativen Anwendungen überzeugt sind, stellen diese jedoch ausdrücklich eine Mindermeinung dar.