KÖRPEREIGENE ARTHROSETHERAPIE

Sogenannte körpereigene Therapiemöglichkeit bei Gelenkverschleiß und/oder Rückenschmerzen.

Patienten mit Gelenkverschleiß und Rückenschmerzen würden zum Beispiel unter anderem laut Professor Wehling (Düsseldorf) zu viel Eiweißstoff Interleukin-1 (IL-) im Blut haben. Der im Blut enthaltene Stoff könnte eine wesentliche Rolle bei Arthrose und Rückenschmerzen bzw. entzündeten Nervenwurzeln spielen.

Laut Hersteller soll es mit dieser Methode möglich sein, den sogenannten biologischen Gegenspieler Interleukin 1- Rezeptor (IL-1Ra) herzustellen. Mögliche Wirkungsweisen könnten sein:

  • entzündungshemmend
  • knorpelschützend
  • schmerzlindernd

Herstellung des sogenannten Schutzproteins aus dem Blut:

Aus einer Armvene erfolgt eine Blutentnahme mittels einer Spezialspritze (1).
Die darin enthaltenen Kügelchen sollen veranlassen, dass das Blut vermehrt sogenannte entzündungshemmende Schutzproteine bildet. Das Blut wird über einen bestimmten Zeitraum in einer Temperatur von 37 Grad erwärmt, um ggf. eine optimale Proteinvermehrung zu erzielen (2).
Mittels der Zentrifuge wird der rote Blutkuchen vom hellen Serum, in den sich die sogenannten Schutzproteine in höherer Konzentration als im Blut befinden sollen, abgegrenzt (3).

Dieses Serum würde dann in Spritzen abgefüllt und könnte 1 bis 2 mal pro Woche insgesamt 6 bis 8 mal an die entzündete Nervenwurzel bzw. in das schmerzende Gelenk gespritzt (4) werden.

Zwar gibt es laut Hersteller wissenschaftliche Studien – u. a. von dem verstorbenen Professor Dr. med. Krämer der Bergmannsheilklinik in Bochum und von Professor Dr. med. Krauspe der Universität Düsseldorf – jedoch stellen alle Experten die von dieser Methode überzeugt sind nur eine Mindermeinung dar. Ein zweifelsfreier wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit besteht nicht.