OSTEOPOROSE oder KNOCHENSCHWUND

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose ist unter anderem eine häufige Alterserkrankung der Knochen, die diese für Brüche (Frakturen) anfälliger macht kann.

Fatalerweise könnte es sein, dass die Osteoporose bereits jahrelang unbemerkt und ohne Schmerzen verläuft. Die ernsten Folgen von Osteoporose könnten unter anderem Einbrüche von Wirbelkörpern sein. Deshalb ist Früherkennung so wichtig.

Die allgemein auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte, durch den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und der Knochenstruktur. Die evtl. bestehende erhöhte Frakturanfälligkeit kann dabei das gesamte Skelett betreffen.

Die Knochenmasse nimmt etwa in den ersten 30 Lebensjahren stetig zu, soll dann einen Höhepunkt erreichen, um dann in den späteren Lebensjahren langsam wieder abzufallen. Die Osteoporose entsteht unter anderem ggf. aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren und/oder einem beschleunigten Abbau im Alter.

80% aller Osteoporosen sollen laut einigen Studien Frauen in, oder nach der Menopause betreffen. Ca. 30% aller Frauen sollen nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose entwickeln, die ggf. ohne Behandlung zu schweren Haltungsschäden, Brüchen, Muskelschmerz und/oder zu starken Bewegungseinschränkungen führen könnte.

Zur Diagnose könnte man unter anderem die sog. Knochendichte-Messung mittels sogenannter DXA-Methode heranziehen, bei der der sogenannte T-Score ermittelt werden würde. Der T-Score soll ein statistischer Wert sein, der einen Vergleich der gemessenen Knochendichte mit der Population gesunder, junger Erwachsener ermöglichen würde.

Am weitesten verbreitet ist die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA oder auch DEXA-Methode). Die DXA könnte unter Umständen die Erkennung der Osteoporose schon im Anfangsstadium ermöglichen. Wichtig soll es sein, sich möglichst frühzeitig einer solchen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen.

Früherkennung 

Die Untersuchung ist in der Regel risikoarm und schmerzarm. Die meisten Studien empfehlen Frauen sich ca. ab dem 45. Lebensjahr vorsorglich ggf. alle 2 Jahre untersuchen zu lassen.

Durch den möglicherweise starken Hormonabbau in der Menopause würde Osteoporose zwar hauptsächlich bei Frauen auftreten, aber auch Männer könnten eine Osteoporose bekommen und sollten sich eventuell daher ebenfalls untersuchen lassen.

Im frühen Stadium würde man angeblich meistens die sog. Osteoporose relativ unproblematisch und erfolgreich behandelt können. Um ggf. Haltungsschäden und/oder dem eventuell Fortschreiten der Krankheit vorbeugen zu können, könnte sich der Patient "knochenfreundlich" ernähren und ggfs. seine Muskulatur durch Sport und gezielte medizinische Gymnastik stärken.

Eine Vorstufe des Knochenschwundes (die sog. Osteoporose) soll die Knochenschwäche die Osteopenie sein. Man soll auch diese frühzeitig erkennen können, um dann ggf. mit einer Behandlung zu beginnen.

Mögliche Risikofaktoren

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren könnten z. B. sein:

  1. Weibliches Geschlecht, insbesondere in den Wechseljahren (zum Beispiel Rückgang der knochenschützenden Östrogene)
  2. ggf. genetische Veranlagung (Hüft- und/oder Wirbelkörperfraktur eines Elternteils)
  3. Bruch an der Wirbelsäule (z. B. Abnahme der Körpergröße von über 4cm)
  4. Hohes Alter
  5. Vorausgegangene Fraktur an Oberschenkel, Becken und/oder Arm durch einen Sturz


Beeinflussbare Risikofaktoren sollen u. a. sein:

  1. Ggf. Untergewicht nach Bodymaßindex (BMI unter 20), Definition des BMI´s: der BMI ermittelt sich aus dem Gewicht in KG geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat (Beispiel: 70kg und 1,60m Größe = BMI = 70kg:1,70m² = 24,22)
  2. Unter Umständen Bewegungsmangel bzw. krankheitsbedingte Bettlägerigkeit im Sinne einer Immobilisierung


Folgende Vorerkrankungen könnten ebenfalls das Risiko erhöhen, z. B.:

  1. Ggf. Calzium und Vitamin D Mangel
  2. Essstörungen (Bulämie/Magersucht)
  3. Sogenannter primärer Hyperparathyreodismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse)
  4. Sogenannte Überfunktion der Schilddrüse
  5. Mögliche Nierenerkrankung mit schwerer Einschränkung der Nierenleistung
  6. Ggf. Erkrankungen mit verminderter Nahrungsaufnahme im Darm wie
    z. B. Sprue, Magenentfernung etc.
  7. Chronisch- entzündliche Darmerkrankungen wie z. B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn etc.
  8. Entzündliche Rheumaerkrankungen und/oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  9. Unter anderem Diabetes mellitus Typ I
  10. Mangel an Sexualhormonen wie z. B. Östrogene, Testosteron (z. B. Wechseljahre/Menopause der Frauen)

Mögliche Behandlung

In den meisten Fällen könnte durch gezielte, individuell abgestimmte Therapieformen der Verlauf der Osteoporose ggf. gebremst und somit eventuell die Folgen insbesondere unter anderem zum Beispiel Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen für die Patienten abgemildert werden.

  1. Medikamentenbehandlung
    Eine wirkungsvolle Verbesserung der Knochenfestigkeit soll durch eine Reihe von Medikamenten möglich sein. Durch diese könnte die Wahrscheinlichkeit von osteoporotisch bedingten Knochenbrüchen ggf. deutlich gemindert werden.
  2. Schmerztherapie
    Schmerzen, die aufgrund von Krümmung der Wirbelsäule und/oder Wirbelkörperfrakturen auftreten könnten, könnten eventuell zu Muskelabbau führen. Ein wichtiger Therapiebestandteil bei der Osteoporose soll deswegen eine effektive und gezielte Schmerztherapie sein.
  3. Orthesenbehandlung
    Einen weiteren Weg in der Osteoporosetherapie würden laut einigen Studien Rückenorthesen (stabilisierende Rückenbandagen) darstellen.
  4. Musekelaufbau
    Genau so einfach wie die Aussage ist auch ihr Inhalt: Starke Muskeln führen zu festen Knochen!
  5. Sturzvorsorge
    Dies ist ggf. möglich unter anderem durch eine individuell abgestimmte Physiotherapie, die dem Patienten genaue Übungen demonstrieren sollte, die er im häuslichen Rahmen täglich durchführen könnte.

Einige Möglichkeiten zum ggfs. richtigen Vorbeugen:

Um sich eventuell wirksam gegen die Entstehung einer Osteoporose schützen zu können, sollen ggf. eine ganze Menge an Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Drei Punkte könnten dabei aber besonders wichtig sein:

1. Achten Sie auf gesunde Ernährung!

Dies könnte nicht nur gegen Osteoporose, sondern ggf. auch gegen sogenannte Zivilisationskrankheiten im Allgemeinen vorbeugen. Z. B. könnte man Lebensmittel mit viel Kalzium, Vitaminen und Mineralstoffen auswählen.

2. Treiben Sie Sport!

Regelmäßiger Sport und Bewegung soll unter anderem Haltungsschaden und ggf. auch der Osteoporose vorbeugen. Eine gut ausgebildete Muskulatur würde die Gelenke und Wirbelknochen entlasten können. Das Risiko an Herzkreislauf Problemen zu erkranken soll angeblich sinken.

3. Regelmäßige Vorsorge!

Vorsorge könnte die Sicherheit geben, dass alles in Ordnung ist. Es ist aber ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass auch bei gesundem Lebenswandel eine Osteoporose nicht vollständig auszuschließen sein soll.

Aus juristischen Gründen ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass die sog. DXA-Methode zur Bestimnmung der unter anderem der Knochendichte eine von z. B. vielen Möglichkeiten der Osteoporosediagnostik darstellt. Auch die o. g. Tipps sind nur eine Auswahl von einer Vielzahl von Möglichkeiten und ersetzen in keinster Weise den medizinisch unabdingbar notwendigen persönlichen Kontakt und Besuch beim Arzt.