Dr. med. Peter Weih - Praxis für Orthopädie (0208) 33076/77
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OSTEOPOROSE oder KNOCHENSCHWUND

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose ist eine häufige Alters-Erkrankung der Knochen, die diese für Brüche (Frakturen) anfälliger macht.

Das Fatale ist, dass die Osteoporose jahrelang unbemerkt und ohne Schmerzen verlaufen kann. Die ernsten Folgen von Osteoporose können Einbrüche von Wirbelkörpern sein. Deshalb ist Früherkennung so wichtig.

Die allgemein auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte, durch den übermäBig raschen Abbau der Knochensubstanz und der Struktur. Die erhöhte Frakturanfalligkeit kann dabei das gesamte Skelett betreffen.

Die Knochenmasse nimmt etwa in den ersten 30 Lebensjahren stetig zu, erreicht dann einen Höhepunkt und fällt in den späteren Lebensjahren langsam wieder ab. Die Osteoporose entsteht meist aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren und/oder einem beschleunigten Abbau im Alter.

80% aller Osteoporosen betreffen Frauen in oder nach der Menopause. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose die ohne Behandlung zu schweren Haltungsschäden, Brüchen, Muskelschmerz oder zu starken Bewegungseinschränkungen führen kann.

Zur Diagnose wird die Knochendichte-Messung herangezogen, bei der der sogenannte T-Score ermittelt wird. Das ist ein statistischer Wert, der einen Vergleich der gemessenen Knochendichte mit der Population gesunder, junger Erwachsener ermöglicht.

Am weitesten verbreitet ist die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA oder auch DEXA-Methode). Die DXA ermoglicht die Erkennung der Osteoporose schon im Anfangsstadium. Wichtig ist nur, sich möglichst frühzeitig einer solchen Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen.

Früherkennung ist wichtig!

Die Untersuchung ist risikoarm und völlig schmerzlos. Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie sich alle 2 Jahre vorsorglich untersuchen lassen.

Durch den starken Hormonabbau in der Menopause tritt Osteoporose zwar hauptsächlich bei Frauen auf, aber auch Manner konnen eine Osteoporose bekommen und sollten sich daher ebenfalls untersuchen lassen.

Im frühen Stadium kann Osteoporose relativ unproblematisch und erfolgreich behandelt werden. Um Haltungsschäden und dem Fortschreiten der Krankheit vorzubeugen sollte sich der Patient "knochenfreundlich" ernähren und seine Muskulatur durch Sport und gezielte medizinische Gymnastik stärken.

Risikofaktoren

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind z.B.:

  1. Weibliches Geschlecht, insbesondere in den Wechseljahren (z.B. Rückgang der knochenschützenden Östrogene)
  2. Genetische Veranlagung (Hüft- und/oder Wirbelkörperfraktur eines Elternteils)
  3. Bruch an der Wirbelsäule (z.B. Abnahme der Körpergröße von über 4cm)
  4. Hohes Alter
  5. Vorausgegangene Fraktur an Oberschenkel, Becken und/oder Arm durch einen Sturz

Beeinflussbare Risikofaktoren sind u.a.:

  1. Untergewicht nach Bodymaßindex (BMI unter 20), Definition des BMI´s: der BMI ermittelt sich aus dem Gewicht in KG geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat (Beispiel: 70kg und 1,60m Größe = BMI = 70kg:1,70m² = 24,22)
  2. Bewegungsmangel bzw. krankheitsbedingte Bettlägrigkeit im Sinne einer Immobilisierung

Folgende Vorerkrankungen erhöhen ebenfalls das Risiko:

  1. Calzium und Vitamin D Mangel
  2. Essstörungen (Bulämie/Magersucht)
  3. Primärer Hyperparathyreodismus (Überfunktion der Nebenschilddrüse)
  4. Überfunktion der Schilddrüse
  5. Nierenerkrankung mit schwerer Einschränkung der Nierenleistung
  6. Erkrankungen mit verminderter Nahrungsaufnahme im Darm wie z.B. Sprue, Magenentfernung etc.
  7. Chronisch- entzündliche Darmerkrankungen wie z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn etc.
  8. Entzündliche Rheumaerkrankungen und/oder Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  9. Diabetes mellitus Typ I
  10. Mangel an Sexualhormonen wie z.B. Östrogene, Testosteron (z.B. Wechseljahre/Menopause der Frauen)

Behandlung, aber wie?

In den meisten Fällen kann durch gezielte, individuell abgestimmte Therapieformen der Verlauf der Osteoporose gebremst und somit die Folgen insbesondere Schmerzen und Bewegungseinschränkungen für die Patienten abgemildert werden.

  1. Medikamentenbehandlung
    Eine wirkungsvolle Verbesserung der Knochenfestigkeit ist durch eine Reihe von Medikamenten möglich. Durch diese kann die Wahrscheinlichkeit von osteoporotisch bedingten Knochenbrüchen deutlich gemindert werden.
  2. Schmerztherapie
    Schmerzen,die aufgrund von Krümmung der Wirbelsäule und/oder Wirbelkörperfrakturen auftreten, führen zu Muskelabbau. Ein wichtiger Therapiebestandteil bei der Osteoporose ist deswegen eine effektive und gezielte Schmerztherapie.
  3. Orthesenbehandlung
    Einen neuen Weg in der Osteoporosetherapie stellen Rückenorthesen (stabilisierende Rückenbandagen) dar.
  4. Musekelaufbau
    Die Aussage ist ganz einfach: Starke Muskeln führen zu festen Knochen!
  5. Sturzvorsorge
    Dies ist möglich durch eine individuell abgestimmte Physiotherapie, die dem Patienten genaue Übungen demonstriert, die er im häuslichen Rahmen täglich durchführen kann.

Richtig Vorbeugen!

Um sich wirksam gegen die Entstehung einer Osteoporose zu schützen, stehen eine ganze Menge an Möglichkeiten zur Verfügung. Drei Punkte sind dabei aber besonders wichtig:

  1. Achten Sie auf gesunde Ernährung!
    Das hilft nicht nur gegen Osteoporose, sondern beugt Zivilisationskrankheiten im Allgemeinen vor. Wählen Sie Lebensmittel mit viel Kalzium, Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr Körper wird es Ihnen danken!
  2. Treiben Sie Sport!
    Regelmäßiger Sport und Bewegung beugen Haltungsschaden und auch der Osteoporose vor. Eine gut ausgebildete Muskulatur entlastet die Gelenke und Wirbelknochen. Das Risiko an Herzkreislauf Problemen zu erkranken sinkt und Sie fühlen sich ausgeglichener.
  3. Regelmäßige Vorsorge!
    Vorsorge gibt Ihnen die Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Auch bei gesundem Lebenswandel ist eine Osteoporose nicht vollständig auszuschlieBen. Sprechen Sie mit Dr. Weih, er erklärt Ihnen gerne wie einfach und harmlos eine Vorsorgeuntersuchung ist.

 

Quelle: Medical ECONET GmbH und eigener Text

Ab 40 Jahren zur Vorsorge!

Die Messung dauert nur 2-3 Minuten, ist schmerzlos und berührungfrei.

Bei frühzeitiger Erkennung kann Osteoporose relativ unproblematisch und erfolgreich behandelt werden.

 

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