Sensomotorische Spezialeinlagen

Mögliche Haltungskorrektur durch sogenannte sensomotorische Einlagen

Schwächen der Fußmuskulatur und Fehlstellungen der Fußknochen findet man häufig bei Patienten in einer orthopädischen Praxis. Nur selten wird diesem Phänomen jedoch die Aufmerksamkeit zuteil, die eigentlich angebracht wäre. Wenn nämlich der Abrollvorgang der Füße nicht optimal ist, könnte unser gesamter Bewegungsapparat darunter leiden. Eines der Ziele in meiner orthopädischen Diagnostik und Therapie soll daher die Förderung und Stabilisation einer balancierten, zentrierten Körperhaltung sowie die Aktivierung der sensomotorischen Fußfunktionen sein.

Die Füße seien unter anderem nach Dr. Pfaff sensible Tastorgane, welche über Temperatur, Oberflächenbeschaffenheit und Neigung des Untergrundes Informationen an unser Gehirn weitergeben könnten. Mit ihren zahlreichen Nerven, Knochen, Gelenken, Sehnen und Faszien würden sie über die angrenzenden Muskelgruppen des Beines ein kettenförmiges funktionelles System, das sich durch den gesamten Bewegungsapparat ziehen könnte, darstellen.

Mögliche Ursachenforschung

Bei der Diagnose von Beschwerden soll nach meiner Meinung daher zunächst die Zielsetzung, die Beschwerden Patientinnen und Patienten auf ihre tatsächlichen Ursachen zurückführen, im Vordergrund stehen.

Den aufsteigenden, vom Fuß ausgehenden Muskelfunktionsketten könnte dabei eine besondere Bedeutung zukommen (sog. sensomotorische Strukturen der Fußsohle). Die sogenannte Sensomotorik soll den Vorgang bezeichnen, in dem Nervenreize über bestimmte Strukturen von den Füßen zum Gehirn weitergeleitet werden könnten. Dies würde der Haltungs- und Bewegungssteuerung dienen. Zusätzlich könnte der Bewegungsverlauf durch das Gleichgewichtsorgan und das räumliche Sehen gesteuert werden.

Störungen der sensomotorischen Regelkreise könnten zu Fehlhaltungen, Muskelverspannungen und Schmerzen im Bewegungsapparat führen. Die sogenannte Sensomotorik der Füße könnte man unter Umständen durch spezielle Einlagen kontinuierlich stimulieren. Sogenannte kinesiologisch schwach getesteten Fußmuskeln würden dadurch fortlaufend trainiert werden. Dieses sogenannte propriozeptive Training könnte durch die sogenannte Aktivierung der Fußmuskulatur zu einer zum Beispiel eventuell signifikanten Kräftigung führen, welches dann dem Fuß ermöglichen könnte, sich wieder in seiner dreidimensionalen Ordnung aufzurichten.

Mögliche Wirkungen

Im Laufe der Zeit könnte es im Bewegungsablauf zu einer verbesserten Funktion und Schmerzfreiheit kommen. Solche sogenannten Spezialeinlagen könnten zum Beispiel zur Korrektur von Fußfehlformen, vielleicht auch zur Behandlung von Haltungsfehlern, Wirbelsäulenfehlfunktionen, Kopfschmerzen und muskulären Disbalancen bis hin zu Fibromyalgien geeignet sein. Mit ihnen könnten ggf. viele subjektiv empfundene schmerzhafte Zustände evtl. gebessert werden, die ansonsten nicht oder zumindest nicht ohne einen Eingriff therapierbar sein würden.

Den Einfluss und ggf. Wirkung der Anwendung könnte man unter anderem zum Beispiel durch die sogenannte 3D-Wirbelsäulenvermessungen und/oder Nachuntersuchungen des Orthopäden ggf. darstellen.

Aus juristischen Gründen sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Experten von  der o. g. Methode überzeugt sind. Diese stellen aber jedoch nur eine Mindermeinung dar. Ein zweifelsfreier wissenschaftlicher Nachweis besteht nicht.