STOSSWELLENTHERAPIE

Bei der sogenannten Stoßwellentherapie müssen zwei Anwendungstypen unterschieden werden. Die sogenannte gezielte (fokussierte) und die sogenannte radiale (nicht gezielte) Stoßwellentherapiebehandlung.

Die sogenannte elektrohydraulische, gezielte (fokussierte) Stoßwellentherapie könnte ggf. Anwendung bei folgenden subjektiv empfundenen Beschwerden und den entsprechenden Diagnosen (kein Recht auf Vollständigkeit) auf ausdrücklichen, eigenen Wunsch der Patientin/des Patienten finden, wie zum Beispiel:

  1. Sog. Kalkschulter
  2. Achillessehnenbeschwerden
  3. Unterer und/oder hinterer Fersensporn
  4. Sog. Tennis- und/oder Golferarm
  5. Kniescheibensehnenbeschwerden (Ligamentum patellae)
  6. Verkalkungen am Knochen
  7. Schleimbeutelentzündungen
  8. Falschgelenkbildung
  9. Durchblutungsstörung des Knochen (z. B. Hüftkopfnekrose) u. v. a. m.

Betreffend der fokussierten Stosswellenanwendung darf ich auf unser Video „Die Kalkschulter“ verweisen.

Die sogenannte radiale Stoßwellentherapie könnte man zum Beispiel bei subjektiv empfundenen starken Muskelverspannungen und/oder Muskelschmerzpunkten (Triggerpunkte) im Sinne einer sog. Muskeltriggerpunktbehandlung anwenden.

Dabei würde die radiale Stoßwellenanwendung nicht auf den eigentlichen Muskeldruckpunkt (Triggerpunkt) gehalten werden, sondern es würde auch entlang des ausstrahlenden Schmerzes therapieren, in dem das radiale Stoßwellengerät dort sanft entlang streicht.

Aus juristischen Gründen sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass einige Experten von dieser Behandlungsmethode überzeugt sind, wobei diese jedoch nur eine Mindermeinung darstellen. Ein zweifelsfreier wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit besteht nicht.