DER FUSS: kleines Lexikon

Tibia: Schienbein
Fibula: Wadenbein
Talus: Sprungbein
Calcaneus: Fersenbein
Os naviculare: Kahnbein
Os cuboideum: Würfelbein
Ossa cuneifornia: Keilbeine
Metatarsalknochen: Mittelfußknochen
Phalanges: Zehenknochen
OSG: oberes Sprunggelenk
USG: unteres Sprunggelenk

 


Akzessorische
Fußknochen:
Es handelt sich hierbei um häufige, mannigfaltig und meist symmetrische zusätzliche Fußknöchelchen des Fußes, die meist zufällig entdeckt werden und überwiegend harmlos sind.

Arthrose im oberen Sprunggelenk:
Verschleiß im oberen Sprunggelenk

Außenbandruptur OSG:
Außen bestehender Kapsel-Band-Riss im oberen Sprunggelenk vor allem des Bandes zwischen dem Wadenbein und dem Sprungbein (Ligamentum fibulo talare) vorne (anterior) und hinten (posterior) sowie dem Band zwischen dem Wadenbein und Fersenbein (Ligamentum fibulo calcaneare).
Ursache: Meist ein Umknicken über dem  Außenrand des Fußes (Supinationstrauma).
Dies ist die häufigste Bandverletzung.

Clavus (Hühnerauge):
Hornhautverdickung aufgrund erhöhter Druckbelastung

Coalitio tarso:
Verschmelzung von Fußwurzelknochen.
Diese Verschmelzungen sind zwischen dem Fersenbein und dem Kahnbein (Talus und Os naviculare) und dem Sprungbein und Kahnbein.

Diabetischer Fuß:
Sammelbegriff für eine durch Zucker und Nervenschädigung ausgelösten Knochengelenkschmerz mit Durchblutungsstörungen der kleinsten und größten Gefäße (Mikro/Makroangiopathie).
Oftmals Nervenstörung (Polyneuropathie) mit erhöhter Infektionsgefahr

Digitus quintus varus superductus: Fehlstellung der Kleinzehe, die häufig über der 4. Zehe steht, (meist bds.)

Unterer Fersensporn:
Knöcherner, zehenwärts gerichteter Sporn an der Innenseite der Fußsohle am Fersenbein

Hinterer Fersensporn:
Sporn an der Hinterseite des Fersenbeins

Haglund-Exostose:
Formvariante des Fersenbeines mit Prominenz am oberen/hinteren Rand des Vorsprunges des Fersenbeines

Hallux rigidus:
Schmerzhafte Einschränkung des Großzehengrundgelenkes, meist verschleißbedingt

Hallux valgus:
Bedeutsamste Zehenfehlform mit seitlicher Abweichung der Großzehe im Grundgelenk und gleichzeitige Innendrehung bei eventuell zusätzliche Fehlstellung des Mittelfußknochens in O-Bein Stellung (Metatarsus primus varus)
Frauen häufiger als Männer.

Hätten Sie´s gewusst:

Bei Hallux valgus gibt es ca. 150 OP Techniken mit teilweise minimalen Varianten. Ein Idealverfahren ist nicht bekannt.


Hammer- und Krallenzehen:

Bewegungseinschränkung bzw. Fixierung der 2.-5. Zehe im Sinne einer Beugestörung im Endgelenk der Zehengelenke (Hammerzehen).
Bei den Krallenzehen besteht ein Überstreckung im Grundgelenk und eine Beugung in den Zehenmittel- und endgelenken.

Klauenzehen:
Überstreckung im Grundgelenk mit eventuellem Herausspringen aus dem Gelenk bei gleichzeitiger Beugefixierung im Endgelenk.

Hohl- Spreizfuß:
Überhöhung des Längsgewölbes in der Ferse

Hackenhohlfuß:
Steilstellung des Fersenbeines

Calcaneusfraktur:
Fraktur des Fersenbeines

Klumpfuß:
Angeborener Klumpfuß im Sinne einer passiv nicht ausgleichbaren, umfangreichen Fußfehlform mit den Komponenten des Spitzfußes, der Innenfehlstellung der Ferse (Varusstellung), des Hohlfußes und des Anspreizen des Vorfußes (Pes adductus).
Kommt bei 0,1% der Neugeborenen mit der Häufigkeit 2:1 für Männer und Frauen und 50%iger Doppelseitigkeit vor.

Morbus Köhler 1:
Knochen- und  Knorpeldurchblutungsstörung des Kahnbeines.
Männer zu Frauen 2:1
Altersgipfel: im 6. Lebensjahr
In 30% doppelseitig

Morbus Köhler 2:
Knorpel- und Knochendurchblutungsstörung des Mittelfußköpfchens 2, seltener 3 und 4
Männer zu Frauen: 4:1
Gehäuft zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr und bei Spreizfußpatienten.

Morbus Ledderhose:
Seltene bindegewebsartige Veränderung im Bereich der Fußsohle, die sich meist zunächst knötchenartig, später in flächig diffuser Form festsetzt. Die Ursache ist unbekannt. Häufig gemeinsam mit dem sogenannten Morbus Dupuytren (Bindegewebsveränderung im Bereich der Handinnenfläche)                

Morton-Metatarsalgie:
Schmerz, hervorgerufen durch eine Verdickung der Zwischenzehennerven
Männer zu Frauen: 10:1
Meist 40- 50. Lebensjahr
70% liegen zwischen dem 3.- und 4. Mittelfußköpfchen
Mehrere befallene Nerven sind möglich, häufig besteht ein gleichzeitiges Vorliegen anderer Fußfehlformen wie z.B. ein Spreizfuß, ein X-Bein der Großzehe (Hallux valgus) und/oder eine rheumatologische Erkrankungen

Osteochondrose dissecans des Talus:
An der Innenseite des Sprungbeines gelegener freier Gelenkkörper

Peroneusehnenluxation:
Vorspringen der Peroneussehnen (man unterscheidet einen kurzen und einen langen Muskulus peroneus: brevis bzw. longus). Die Peroneussehnengleiten aus ihrem Bett unter der Außenknöchelspitze nach vorne außen z. B. häufig bei Frontalsturz beim Skifahren.

Sinus tarsi Syndrom:
Schmerzzustand an der Außenseite des Fußrandes (am heftigsten beim Laufen) und Instabilität im Rückfuß beim Laufen auf unebenem Boden

Spitzfuß/Hängefuß:
Spitzfußkontrakte, meist erworbene Beugestellung des Fußes, die Ferse berührt nicht den Boden

Hängefuß:
Folgezustand häufig bei Lähmung der Fußheber, es ist keine Fußhebung möglich.

Spreizfuß:
Häufigste Fußdeformität und oft verbunden mit Spreizfußbeschwerden der sogenannten Metatarsalgie.
Bei Frauen vermehrt als bei Männern

Syndesmosenruptur:
Riss des Bandes zwischen dem Schien- und Wadenbein vorne und der Membran zwischen dem Schien- und Wadenbein (Ligamentum fiublo talare anterius und der Membrana interossia curis)
Kommt selten isoliert vor, meist im Zusammenhang mit einem Bruch des oberen Sprunggelenkes oberhalb der Bandverbindung (Syndesmose), bei der sogenannten Weber C bzw. gleichzeitige Fraktur des Wadenbeinköpfchens (Maisonneuve-Fraktur)

Tarsaltunnelsyndrom (TTS):
Häufigste der insgesamte seltenen Nervenengpasssyndrome am Fuß innenseitig mit Irriation des hinteren Schienbeinnerves (Nervus tibialis posterior) und seinen Endästen.
Oft liegt ein Unfall im Bereich des Fußes und des unteren Sprunggelenkes vor.