DIE HÜFTE: kleines Lexikon

Femur:
Oberschenkelknochen
Acetabulum:
Gelenkpfanne
Labrum acetabulum:
Gelenkpfannenlippe
Trochanter major:
Großer Rollhügel
Bursa trocanterica:
Schleimbeutel am großen Rollhügel
Trochanter minor:
Kleiner Rollhügel
Os ilium:
Darmbein
Os pubis:
Sitzbein – man unterscheidet ein oberes und unteres Sitzbein
Adduktorenmuskeln:
Anspreizmuskeln
Abduktorenmuskeln:
Abspreizmuskeln
Glutealmuskulatur:
Man unterscheidet einen großen, einen mittleren und einen kleinsten Gesäßmuskel

 

Duchennehinken:
Hinken zu einer Seite mit Hinweis auf Störung eines Gesäßmuskels (u.a. Muskulus gluteus medius)

Coxarthrose:
Hüftgelenksverschleiß

Coxa valga antetorta:
X-Bein der Hüfte mit Steilstellung und Stellung der Füße nach innen (auch innenrotiertes Gehen)

Genua vara:
O-Bein Hüfte

Coxa valga:
X-Bein Hüfte

Coxa saltans:
Schnappende Hüfte – dabei springt ruckartig und oft schmerzhaft die große Sehnenplatte, die vom Darmbein (Os ilium) zum Scheinbein (Tibia) zieht, über den großen Rollhügel (Trochanter major)

Coxitis fugax:
Hüftschnupfen – auch flüchtige bakterielle Entzündung der Gelenkkapsel häufig im Anschluss an einen z.B. grippalen Infekt, nach 1-2 Wochen reversibel, vor allem im Alter zwischen 4 bis 8 Jahren

Epiphysiolysis capitis femoris akuta:
Akutes Gleiten und Kippen der oberen Oberschenkelkopfwachstumsfuge. Alter: Jungen 12-16 Jahre, Mädchen zwischen 10-14 Jahren. Dies ist ein orthopädischer Notfall.

Epiphysiolysis capitis femoris lenta:
Langsames Gleiten bzw. Kippen über Wochen und Monate der oberen Oberschenkelkopfwachstumsfuge während der Pubertätsphase.

Oberschenkelschaftfraktur:
Oberschenkelschaftbruch – Vorsicht: es ist ein erheblicher Blutverlust bis zu ca. 2 Liter möglich, da der Oberschenkelknochen (das Femur) sehr viel Blut enthält.

Hüftdysplasie:
Fehlanlage der Hüfte

Hüftluxation:
Herausspringen der Hüfte

Hüftkopfnekrose:
Im Erwachsenenalter Durchblutungsstörung des Hüftkopfes häufig als Folge einer lokalen Durchblutungsstörung Männer: Frauen 4:1, vorwiegend zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr bei 50% doppelseitig

Hüfttotalendoprothese:
Einbau eines Hüftgelenkersatzes, wobei sowohl die Pfanne als auch der Schaft zusammen mit meistens einem Keramikkopf eingebaut wird

Meralgia paraesthetica nocturna:
Druck auf den Hauptgefühlsnerv im äußeren Oberschenkel auf Höhe des Leistenbandes (Nervus cutaneus femoris lateralis)

Morbus Perthes (Morbus Legg-Calvé Perthes):
Durchblutugnsstörung des Hüftkopfes im Kindesalter (3-12: Lebensjahr) Schwerpunkt bei 5-6 Jahren, doppelseitig, Geschlechtsverteilung Männer zu Frauen 4:1

Muskulus piriformis Syndrom:
Schmerzhafte Innendrehung der Hüfte und Abspreizung sowie Außenrotation gegen Widerstand bei Druckschmerzhaftigkeit des außenrotierenden Hüftgelenksmuskels (Muskulus piriformis), der an der Innenseite der Spitze des großen Rollhügels (Trochanter major) ansetzt

Trochantäre Femurfraktur:
Bruch auf Höhe des Rollhügels

Subtrochantäre Femurfraktur:
Bruch auf Höhe unterhalb des Rollhügels

Femurschaftfraktur:
Bruch des Oberschenkelknochens in der Mitte

Suprakondyläre Femurfraktur:
Bruch des Oberschenkelnknochens oberhalb der Oberschenkelrolle (Kondylen des Femurs)

Kondylenfraktur:
Bruch der Oberschenkelrollenkondylen die zusammen mit dem Schienbein, die das Kniegelenk bilden

Protrusio acetabuli:
Vorwölbung einer enorm tiefen und verdünnten Hüftpfanne ins kleine Becken als Zeichen eines beginnenden Verschleißes, Männer zu Frauen = 10:1

Schenkelhalsfraktur:
Bruch des Schenkelhalses, vorwiegend bei älteren Menschen (Frauen häufiger als Männer) vorwiegend direkt unter dem Hüftkopf (mediär) der Rest ist intermedial bzw. lateral oberhalb des großen Rollhügels