Wissenswertes, Tipps und Tricks rund um die Schule

Welcher Schulranzen?

Zur Einschulung oder beim heranwachsenden Skelett zum Übergang in die weiterführende Schule spielt die Wahl des Schulranzen eine entscheidende Rolle.
Grundsätzlich darf darauf hingewiesen werden, dass dem Schulranzen aus wissenschaftlicher Sicht wahrscheinlich zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Negative Einflüsse auf den kindlichen Bewegungsapparat entstehen heutzutage vielmehr durch Computerspiele, langes Fernsehen, Chatten, Übergewicht sowie Bewegungsmangel wie sich täglich in unserer Praxis zeigt.

Auch muss man kritisch sehen, dass im Durchschnitt der Schulweg von 15 Minuten mit einem Schulranzen nicht so entscheidend auf den Bewegungsapparat Einfluss nehmen, wie 8 Stunden lang eintöniges Sitzen auf Stühlen, die der Körpergröße des einzelnen Schülers nicht gerecht werden und an Schultischen, die z.B. Schulkopfschmerz aufgrund fehlender Neigung fördern.
Des gleichen ist die Ausrichtung der Sitzanordnung der Schüler im Klassenraum durch die sicherlich pädagogisch vielleicht wertvolle U- und L-Form nicht sinnvoll, vielmehr ist eine zentrale Sitzrichtung mit Blickrichtung nach vorne insbesondere für die Kopfgelenke wichtig.

Trotzdem einige Hinweise für den Schulranzen:

Nehmen Sie ihr Kind beim Kauf des Schulranzens mit, damit es vor Ort gleich den Schulranzen für ca. 5-10 Minuten ausprobieren kann.
Dabei sollte auf folgende Dinge geachtet werden:

  1. Der Schulranzen solle immer mit beiden Schultergurten getragen werden. 
  2. Die Schulterriemen sollten straff gezogen und die Tragegurte müssen auf eine gleiche Länge eingestellt werden. 
  3. Der Ranzen sollte bei ihrem Kind an beiden Schulterblättern arbeitsergonomisch anliegen. 
  4. Die Oberkante sollte waagerecht verlaufen und befindet sich auf Schulterhöhe. 
  5. Der Schulranzen sollte nicht nur eine Stabilität, sondern auch ein ergonomisch geformtes Rückenteil mit Polsterung haben, welches der natürlichen Form der Wirbelsäule nachempfunden ist. 
  6. Die Schultergurte müssen breit und gepolstert sein, damit der Druck großflächig verteilt wird. 
  7. Die Tragegurte sollten auf gleiche Länge eingestellt werden. 
  8. Der Schulranzen sollte nicht zu tief getragen werden, weil er damit die Hebelwirkung, die die Belastung auf die Muskeln, Gelenke etc. erhöhen, auslöst. 
  9. Der Schulranzen muß ein geringes Eigengewicht haben.
  10. Das Modell sollt so ausgewählt werden, dass es vor dem Bauch mit einem Hüftgurt verschließbar ist.
  11. Es sollte indirekt auch der Trainingszustand des Kindes in Bezug auf Muskelkraft, Koordination und Gleichgewichtssinn berücksichtigt werden. 
  12. Der Ranzen muß mittig auf dem Rücken sitzen und das hin- und herpendeln sollte vermieden werden.
  13. Achten Sie auch darauf das wenig unterschiedliches Material wie z.B. Weichmacher im Schulranzen verarbeitet sind. Häufig lässt sich dieses jedoch nicht vermeiden. Diese Weichmacher sollten aber nicht an den Stellen vorhanden sein, wo sie mit dem Körper in Kontakt treten.

Eine Eigenstabilität für den Schulranzen ist wichtig.

Nach neuesten Erkenntnissen ist die alte Faustregel "der gefüllte Schulranzen darf nur 10% des Körpergewichtes betragen" überholt. Es muss vielmehr eindeutig auf die Situation des Kindes wie Muskelkraft, sportliche oder zierliche Konstitution etc. eingegangen werden. 

Was ist, wenn Sie diese Sachen nicht befolgen?

  1. Wenn die Gurte nicht zusammen sind, sitzt der Ranzen zu tief und zieht das Kind ins Hohlkreuz und die Schulterblätter werden mehr belastet. 
  2. Ungünstig ist es, auch wenn Kinder ihre Ranzen über eine Schulter tragen, da dieses die Rotation im Oberkörper belastet und auf Dauer eine Belastung für die Wirbelsäule darstellt.
  3. Packen Sie mit Ihrem Kind zusammen den Schulranzen. Schwere Gegenstände sollten rückennah verstaut werden.
  4. Kontrollieren Sie zusammen mit ihrem Kind regelmäßig den Schulranzen. Es sollte nur das mitgenommen werden, was für den Tag gebraucht wird.
  5. Achten Sie auf große Reflektoren und fluoreszierende Warnfarbe. Somit sind die Kinder sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit gut sichtbar. Dabei sollten die Reflektoren und die Warnfarbe sowohl an der Vordertasche als auch an den Seiten vorhanden sein.
  6. Das Rückenpolster sollte aus rutschfestem Material bestehen.
  7. Wasserabweisendes Material ist bei Schulranzen sinnvoll.
  8. Der Schulranzen sollte ein überlegtes System an Innenfächern haben.
  9. Eine Standfähigkeit und Formstabilität ist ebenfalls bei einem Schulranzen wichtig.
  10. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Gewicht nicht entscheidend ist. So kann es z.B. sein, dass ein schwerer Ranzen die Rumpfmuskulatur trainiert, zumindest bei Kindern, die sonst kaum Bewegung haben.

Hätten Sie es gewusst?

Das eigentliche Problem ist der Bewegungsmangel, der durch das zu lange Fernsehen, Sitzen in der Schule, Chatten, Handy- und Computerspielen gefördert wird.
Sitzt ein Kind z.B. lange Zeit nach vorne gebeugt, werden überwiegend die vorderen Abschnitte der Wirbelkörper belastet. Dadurch wird ihr Wachstum an dieser Stelle frühzeitig gestoppt und hinten wachsen die Wirbel jedoch weiter, welches die Entstehung eines Rundrückens fördert.
Die Haltungsschwäche wird schließlich zu einem Haltungsschaden, der nur schwer zu beheben ist.

Sind Sitzmöbel in der Schule entscheidend?

Es kann nicht sein, daß Kinder von 150 cm Körpergröße auf derselben Bestuhlung sitzen wie Kinder mit 175 cm.
Auch der Arbeitstisch sollte kontrolliert werden. Dabei ist eine neigbare Arbeitsfläche zu empfehlen, ggf. ein Stehpult.

Sprechen Sie mit dem Lehrer und/oder der Schulleitung über "bewegte Unterricht" und gesunde Schulmöbel.

Es darf nicht sein, dass wir uns über 15 Minuten Schulweg Gedanken machen, wenn die Kinder 8 Stunden lang auf falschen Stühlen und an falschen Arbeitstischen sitzen.

Falsches Sitzen kann auch das Lernvermögen beeinträchtigen. So haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass es einen drastischen Unterschied gibt beim Sitzen auf einem herkömmlichen Stuhl gegenüber einem bewegten Sitzmöbel.

Die Messungen ergaben eine Minderdurchblutung des Oberkörpers ggf. auch des Gehirns. Wirbelsäule, Knochen und Gelenke müssen dabei aktiviert werden. Deswegen sind bewegliche Sitzmöbel und gute Arbeitstische, wobei diese direkt frontal zum Lehrer ausgerichtet sein sollten, sinnvoll.

Kurze Gymnastik während des Unterrichts und/oder Bewegungsangebote für die Pause bleiben unerlässlich.

Schulkopfschmerz!

Beobachten Sie, daß ihr Kind sich immer häufiger beim Lernen oder längerem Schreiben auf dem Tisch herumwälzt bzw. den Kopf abstützt und ggf. sogar über Kopfschmerzen klagt? Häufige Ursache ist dabei eine Störung der Kopfgelenke im Sinne eines Schulkopfschmerzes. Dabei ist die Region vom Übergang vom Kopf zum 1. und 2. Halswirbel (Atlas und Axis) von entscheidender Bedeutung.

Hätten Sie es gewusst?

Der Atlas trägt den Kopf und hat am Querfortsatz 1100 Messfühler. Diese Messfühler haben einen entscheidenen Einfluss auf die Bahnen zum Großhirn, so dass es bei Störungen im Bereich der Kopfgelenke zu Konzentrationsschwächen, Haltungsproblemen gerade im Bereich des Überganges vom Kopf zum Hals sowie vom Hals zur Brustwirbelsäule kommen kann. Zudem kann es zu Kopfschmerzen, Bewegungseinschränkungen ggf. Ohrgeräuschen und/oder Gleichgewichtsstörungen bzw. Schwindel kommen.

Im Vordergrund steht aber häufig der Kopfschmerz.

Nach einer genauen Analyse betreffend der Stellung des 1. und 2. Halswirbels zum Schädel kann es durch einen kurzen schnellen Impuls auf den Querfortsatz des 1. Halswirbels (Atlas) es zu einer positiven Beeinflussung des Nackenrezeptorenfeldes kommen, welches die Störung im Bereich des Überganges vom Kopf/Hals aufhebt. Dadurch kommt es zu einem Rückgang der oben genannten Beschwerden.

Förderlich wäre z.B. dass das Kind an einem schrägen Arbeitspult, wie in früheren Schulen, arbeitet, daß die Sitzmöbel beweglich sind und individuell auf die Körpergröße des Kindes eingestellt werden und ggf. auch ein Stehpult zur Verfügung steht.

Verschlimmert wird der Schulkopfschmerz natürlich durch das übermäßige Handyspielen im Sinne eines Handy-Nackens.

Sollten diese Probleme bei ihrem Kind auftauchen, scheuen sie sich nicht ihren Sprössling uns vorzustellen, um abzuklären ob eine Kopfgelenksstörung vorliegt.

Mit einem kleinen Impuls kann eine große Wirkung erzielt werden.

Nutzen Sie auch unsere Informationen über die Atlastherapie nach ARLEN, die ohne Einrenken lediglich durch einen Impuls auf das sensible Nackenrezeptorenfeld eine Linderung der Kopfschmerzen und Besserung der Beweglichkeit bewirken kann.