DIE HAND: Krankheitsbilder

ERKRANKUNGEN IM BEREICH DER HAND

Im folgenden werden Erkrankungen im Bereich der Hand betr. Ihrer Entstehung, klinischen Symptomen z.B. Kopfschmerzen, der möglichen Diagnostik und Therapie beschrieben, wobei nicht nur die schulmedizinischen, sondern auch die alternativen konservativen und die operative Therapien kurz angesprochen werden.

Es besteht keineswegs ein Anspruch betreffend der Vollständigkeit betr. der Erkrankung und/oder der Auflistung von Symptomen, Diagnostik und Therapie.
Die Erklärungen ersetzen in keinster Weise den Besuch beim Arzt und/oder Orthopäden!

Die häufigsten Handgelenkserkrankungen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  1. Morbus Dupuytren
  2. Enchondrom
  3. Ganglion
  4. Karpaltunnelsyndrom
  5. Durchblutungsstörungen des Mondbeines
  6. Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
  7. Fingergelenksarthrosen (Bouchard- und Heberden- Arthrosen)
  8. Kahnbeinfraktur (Scaphoidfraktur)
  9. Skidaumen
  10. Entzündung im 1. Streckerfach (Tendovaginitis de Quervain)
  11. Schnellender Finger bzw. Daumen
  12. Strecksehnenabriss




MORBUS DUPUTRYEN

Definition:
Knoten und Spangenbildung im Bereich der Hohlhand unter der Haut und in den Fingern mit zunehmender Krümmung der Finger (Beugekontraktur).

Männer zu Frauen: 10:1
Vermehrt im Norden Europas, selten in Asien und Afrika
Familäre Häufung bei 25% der Erkrankten

Ursachen: Unklar

Sogenannte Myofibroblasten bilden Knoten und kontrakte Stränge, in denen mehr Kollagen 3 Fasern vorhanden ist.
Bei jüngeren Menschen oft ausgeprägte Kontrakturen mehrerer Finger und stärker.
Meist Verlauf über viele Jahre.

Einteilung:
Der Grad des Krummwerdens aller Gelenke und Finger (Beugekontraktur) wird addiert.
Man unterscheidet 4 Stadien:
Erstes Stadium: 0-45 Grad
Zweites Stadium: 45-90 Grad
Drittes Stadium: 90 – 135 Grad
Viertes Stadium: über 135 Grad

Klinik:

  1. Bewegungseinschränkung durch Streckdefizit
  2. Gelegentlich Druckschmerz bei festem Zugreifen. Dabei sind am häufigsten Ring- und dann Kleinfinger betroffen
  3. Kleine tastbare Knoten mit Einzügen in der Hohlhaut später Ausbildung von Strängen

Therapiemöglichkeiten:
Nicht operative (konservative Therapie):

  1. Häufig nicht erfolgreich
  2. Den Patienten anleiten die Knötchen und ggfs. Stränge zu massieren und Dehnungsübungen zu machen.
  3. Im Frühstadium mittelmäßige Erfolge mit Injektionen in die Knötchen und die Stränge mit Kristallkortison (z.B. Volon A)
  4. Den Patienten über die Gutartigkeit der Erkrankung aufklären und ihm nochmals klar machen, dass ein Fortschreiten der Erkrankung nicht aufgehalten werden kann.

Alternative Therapien: Unterspritzung der Narben mit strangauflösenden homöopathischen Mitteln

Operative Therapien:

  1. Meistens Fasciektomien:  Eine komplizierte Operation, die lediglich Handchirurgen mit großer Erfahrung durchführen sollten.

Hätten Sie´s gewusst?

Es besteht eine hohe Rezidivrate besonders am Kleinfinger (nach der Literatur von 10-40%).
Erneute Operationen sind schwieriger, in seltenen Fällen kommt es zu einer Versteifung des Mittelgelenkes bzw. Amputation.




GUTARTIGER KNOCHENTUMOR DER HAND (ENCHONDROM)

Ursache:
Die einzelnen guartigen Enchondrome entwickeln sich meistens in der Grundphalanx.

Klinik:

  1. Meistens Zufallsbefund
  2. Schmerzen nur bei Spontanfraktur im Geschwulstbereich, seltener Druckschmerz und Schwellung über der Geschwulst

Therapie:
Nicht operative Therapien:
Keine, zunächst beobachten.
Man muss darauf achten, ob eine spontane Bruchgefahr besteht besonders dann, wenn die gutartige Geschwulst (Enchondrom) so groß ist, dass der harte Knochen (die Compacta) angegriffen wird.

Operative Therapie:

  1. Bei drohender Fraktur
  2. Bei Fraktur

Prognose:
Gut, eine Entartung wurde bisher nicht beschrieben .




GANGLIEN AN DER HAND

Definition:

  1. Gutartige prallelastisch unter der Haut gelegene Weichteilgeschwulst mit Verbindung zum darunterliegenden Gelenk oder zur Sehnenscheide
  2. Sie sind gefüllt mit klarer, visköser, seröser (Muzin, welches hauptsächlich Hyaluronsäure entspricht) Flüssigkeit
  3. Häufig über dem Mondbein, seltener in der Handinnenfläche (radial) und/oder kleinfingerwärts (ulnar)
  4. Man unterscheidet an den Ringbändern sogenannte anulare Ganglien, an den Endgelenken der Finger sogenannte Mucoidzysten.
  5. Es ist der häufigste Weichteiltumor

Hätten Sie´s gewusst?

Tumor heißt nicht gleich Krebs.
Tumor leitet sich ab vom lateinischen tumoris= die Geschwulst.
Man unterscheidet gutartige und bösartige Geschwulste.

Ursache:
Nicht völlig geklärt. Möglichkeiten:

  1. Bandlockerungen
  2. Unfälle
  3. Überlastung. Dies führt zu einer Fehlproduktion von Hyaluronsäure in den Gelenkhautzellen. Diese muköse (zähflüssige) Flüssigkeit wird von der Grenzschicht der Gelenkhautmembran zur Gelenkkapsel, zum Band oder zur Sehne entsprechend in eine Kammer durch die Gelenkkapsel geleitet.

Klinik:
Die Klinik ist sehr unterschiedlich von absoluter Beschwerdefreiheit bis zu den heftigsten Schmerzen insbesondere beim Strecken im Handgelenk und bei Belastung.
Ringbandganglien sind druckschmerzhaft besonders beim festen Zugreifen. Zum Teil können Irritationen im Nervenbereich durch Taubheit, Kribbeln e.t.c. auslösbar sein.
Mehr oder minder große Vorwölbung meist über dem Mondbein, handflächenwärts seltener und dann meist zwischen dem Kahnbein und dem Vielwürfelbein.
Ringbandganglien sitzen fest auf dem 1. Ringband, die Haut darüber ist verschieblich.
Gelegentlich auch Schmerzen durch winzige Ganglien.

Vorsicht:
Diese sind nicht sicht- und tastbar, sogenannte Mikroganglien, daher ist die Diagnose schwierig.

Bei Arthrose in den Fingergelenken wie z.B. Heberden- (Fingerend-) und oder Bouchardarthrose (Fingermittelgelenke) zeigen sich häufig Ganglien handrückenwärts als sogenannte Mukoidzysten auf dem knöchernen Vorsprung (Osteophyten). Diese können die Haut perforieren.


Therapien:
Nicht operative (konservative) Therapie:

  1. Grundsätzlich Aufklärung über die Gutartigkeit des Geschwulstes, 30% der Handgelenksganglien verschwinden spontan.
  2. Krankengymnastik
  3. Osteopathie
  4. Physikalische Therapie
  5. Entlastungspunktion und Injektion von Kristallkortison (hohe Rezidivrate)
  6. Ständige Massagen
  7. Ruhigstellung auf einer Schiene bei starkem Schmerz

Alternative Therapieverfahren

1. Akupunktur (Ganzkörper-, Ohr- und Kopfakupunktur)
2. Körpereigene entzündungshemmende Therapie 
3. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
4. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
5. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe
6. Homöopathische, natürliche Schmerzinfusion
7. Homöopathische Spritzenkur

Operative Therapien:
Verschiedene Operationsverfahren, bei gut durchgeführter Operation nur ca. 10% Rezidive




KARPALTUNNELSYNDROM

Definition
Einengung des Nervus medianus im Karpalkanal mit Gefühlsstörungen, Missempfindungen und Schmerzen der von ihm versorgten Finger, welche sind:

  1. Daumen
  2. Zeigefinger
  3. Mittelfinger
  4. Ringfinger daumenwärts

Männer zu Frauen: 1:2

Altersgewichtung: 50-60: Lebensjahr

Ursache:

  1. Bei 90% ist die Ursache unbekannt
  2. Entzündung z.B. bei Rheumatikern
  3. In Fehlstellung verheilte Radiusfrakturen
  4. Verrenkung der Handwurzelknochen
  5. Geschwülste
  6. Hormonelle Störungen (Schwangerschaft, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen mit Hämodialyse e.t.c.)

Klinik:

  1. Leichte Kribbelparästhesien in den Bereichen, die oben beschrieben wurden
  2. Beschwerden beim Radfahren im Bereich des Handgelenkes
  3. Später nächtliche Gefühlsstörungen zum Teil mit Ausstrahlung der Schmerzen in Unterarm, Ellenbogen und Schulter
  4. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann es zu einer bleibenden Athropie der Handballenmuskulatur kommen

Klinische Untersuchung:

  1. Hoffmann-Tinnel-Zeichen: Klopf- und Druckschmerz bei Perkussion des Nervus medianus am Handgelenk
  2. Karpalkompressions-Test
  3. Phalen-Test
  4. Flaschen-Test (die Flasche kann von dem Betroffenen nicht richtig umfasst werden, da der Daumen nicht weit genug abgespreizt werden kann)
  5. Oppositions-Test Daumen und Zeigefinger können kein rundes O bilden

Therapien:
Nicht operative (konservative) Therapien:

  1. Ruhigstellung des Handgelenkes mit einer Schiene speziell einer Nachtlagerunsschiene
  2. Gabe von hochdosiertem Vitamin B ggfs. mittels Infusion
  3. Kortisoninfiltration in das Karpalkanal
    CAVE: Verletzung des Nervus medianus mit Neurinombildung möglichkeiten
  4. Vorstellung beim Neurologen

Alternative Therapieverfahren

1. Akupunktur (Ganzkörper-, Ohr- und Kopfakupunktur)
2. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
3. Körpereigene entzündungshemmende Therapie
4. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
5. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
6. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe
7. Homöopathische, natürliche Schmerzinfusion
8. Homöopathische Spritzenkur
9. Power Tape

Operative Therapie:
Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn die Messung der Nervenleitungsgeschwindigkeit beim Neurologen krankhafte Befunde ergibt.

CAVE: Ohne eine pathologische Nervenleitungsgeschwindigkeitsmessung durch einen Neurologen erfolgt keine Operation

Prognose:
Subjektive Besserung in 90% der Fälle mit häufiger sofortiger Schmerzfreiheit




DURCHBLUTUNGSSTÖRUNG DES MONDBEINES (OS LUNATUM, MORBUS KIENBÖCK)

Definition:

  1. Nicht infektiöse Knochendurchblutungsstörung des Mondbeines, welches im weiteren Verlauf zusammenbrechen und über Jahre zu einer Handgelenksarthrose führen kann
  2. Männer /Frauen 1:4
  3. Hauptsächlich handwerkliche Berufe
  4. Altersbereich: 20-30 Lebensjahr

Ursache:
Die Ursache ist meist ungeklärt. Mögliche Ursachen:

  1. Durchblutungsstörung wie z.B. bei Minusvariante der Elle, d.h. dass die Elle kürzer ist als der Radius und es damit zu einer vermehrten Belastung über den Radius auf das Mondbein kommt d.h. es wird eine Kraftumleitung auf eine kleiner Fläche ausgeübt
  2. Gefäßanomalien
  3. Kleine Unfälle
  4. Größere Unfälle mit Gefäßrissen und Verschlüssen
  5. Venöse Abflussstörung mit erhöhtem Druck im Knochen (siehe auch Morbus Perthes)

Klinik:

  1. Ruheschmerz auch im Anfangsstadium vor allem handrückenwärts mit allmählicher Zunahme
  2. Überschriebener Druckschmerz über dem Mondbein
  3. Im Endstadium häufig geringe Beschwerden, wobei dann die Arthroseschmerzen überwiegen.

Hätten Sie´s gewusst?

Beim Röntgenstadium ist die Diagnose einer Durchblutungsstörung des Mondbeines nicht immer gleich zu sehen.
Danach wird es eingeteilt in Stadium 1 bis 4 nach Decoulx oder Lichtman

Die Früherkennung der Schwäche des Mondbeines ist mittels MRT mit Kontrastmittelentnahme möglich.
Die Computertomographie (CT) zeigt eine genaue Darstellung der knöchernen Umbauherde.

Therapiemöglichkeiten
Nicht operative (konservative)Therapien im Stadium I, II und IIIa:

  1. Zunächst Ruhigstellung

Alternative Therapieverfahren

1. Akupunktur (Ganzkörper-, Ohr- und Kopfakupunktur)
2. Körpereigene entzündungshemmende Therapie
3. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
4. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
5. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe
6. Homöopathische, natürliche Schmerzinfusion
7. Homöopathische Spritzenkur
8. Power Tape
9. Nahrungsergänzungsmittel
10. Ggfs. radiale Stoßwellentherapie

Operative Therapie:
Verschiedene Operationsverfahren stehen zur Verfügung:

Prognose:
Remissionen sind nur im Stadium I und II möglich, Schmerzbeseitigung ist meist durch alle Operationen möglich.
Unbehandelt führt die Erkrankung zum Zusammenbruch des Mondbeines und zu einem sogenannten karpalen Kollaps (Zusammenbruch) der Handwurzelknochen und damit zur Arthrose im Handgelenk.




DAUMENSATTELGELENKSARTHROSE (RHIZARTHROSE)

Definition:
Gelenkverschleiß im Daumensattelgelenk

Ursache:

  1. Primär, häufig bei Frauen nach der Menopause
  2. Häufig kombiniert mit arthrotischen Veränderungen in den anderen Gelenken wie z.B. Arthrose in den Fingermittelgelenken (Bouchardarthrose) oder den Fingerendgelenken (Heberdenarthrose)
  3. Sekundär nach Frakturen der Basis des 1. Mittelhandknochen (Benett- oder Rolandofraktur)

Klinik:

  1. Am Anfang belastungsabhängig, später Schmerzen typisch beim Auswringen von Wäsche, eines Lappens oder Schlüsseldrehen
  2. Lokaler Druckschmerz über dem Daumensattelgelenk
  3. Grind-Test positiv
  4. Zunehmende Schmerzen auch in Ruhe mit Bewegungseinschränkung und Kapselschwellung

Therapiemöglichkeiten:
Nicht operative (konservative)Therapie:

  1. Bandagenversorgung
  2. Demonstration von selbstständig im häuslichen Rahmen durchführbaren Übungen
  3. Belastungsrücknahme
  4. Krankengymnastik
  5. Osteopathie
  6. Physikalische Therapie (bei akuten Schmerzen Kälte, später Wärme, Tens, Ultraschall e.t.c.)
  7. Intraartikuläre Injektionen mit Kortison
  8. Medikamente
  9. Salbenanwendungen
  10. Chirotherapie bei häufiger Blockade im Daumensattelgelenk

Alternative Therapie:

  1. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
  2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
  3. Körpereigene, entzündungshemmende Injektionen
  4. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
  5. Kopf-, Ohr- und Ganzkörperschmerzakupunktur
  6. Homöopathische Spritze und/oder Infusion
  7. Kinesio-Tape
  8. Nahrungsergänzungsmittel
  9. Ggfs. radiale Stoßwellentherapie

Operative Therapien:
Mehrere Operationsverfahren stehen zur Verfügung




HEBERDEN- UND BOUCHARDARTHROSE (VERSCHLEIß DER FINGERMITTEL- UND ENDGELENKE)

Definition:

  1. Verschleiß der Fingerend- (Heberden-) und/oder Fingermittelgelenke (Bouchardarthrose)

Ursachen:
Siehe Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

Klinik:

  1. Schmerzhafte Bewegungseinschränkung mit Deformierung der Knochen im Bereich der Fingermittel- (Bouchard) und Fingerendgelenke (Heberdenarthrose) zum Teil mit  knöchernen Vorsprung, die sich aufgrund der Arthrose gebildet haben,um den Druck auf eine größere Fläche zu verteilen (Osteophyten) mit z.B. sogenannte Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume)
  2. Unterschiedliche Schmerzformen nebeneinander und nacheinander mit zum Teil Rötung und  Überwärmung der Gelenke im Sinne einer entzündeten Arthrose (Arthritis)
  3. Zunächst belastungsabhängige Schmerzen
  4. Zunahme im Sinne von Ruheschmerz und Bewegungseinschränkung

Therapiemöglichkeiten:
Nicht operative (konservative)Therapien:

  1. Bewegungsübungen (Klavierspielen, Fingerübungen, therapeutische Knetmasse e.t.c.)
  2. Krankengymnastik
  3. Osteopathie
  4. Ggfs. Injektionen in die Fingermittel- und endgelenke zum Teil mit Kortison
  5. Physikalische Therapie (bei akuten Fällen Kälte, sonst Wärme, Ultraschall, Parrafinbad, Knetübungen im warmen Vogelsand, gekochte Linsen e.t.c.)
  6. Medikamente (nicht kortisonhaltige, entzündungshemmende, schmerzlindernde Medikamente NSAR wie Ibuprofen, Diclofenac, e.t.c.) Vorsicht: Nebenwirkungen, Risiken, Kontraindikationen.

Alternative Therapie:

  1. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
  2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
  3. Körpereigene, entzündungshemmende Injektionen
  4. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
  5. Kopf-, Ohr- und Ganzkörperschmerzakupunktur
  6. Homöopathische Spritze und/oder Infusion
  7. Kinesio-Tape
  8. Knorpelunterstützende Hyaluronsäureinjektionen
  9. Nahrungsergänzungsmittel
  10. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe

Prognose:
Fortschreiten unterschiedlich, ein Fortschreiten der Erkrankung auf Dauer ist nicht zu verhindern, wichtig ist die Beweglichkeit der Finger zu erhalten.

Operative Therapien:
Selten: Versteifung der Mittel- und endgelenke bzw. Einsetzen von Gelenkprothesen (z.B. Swanson-Prothese)




KAHNBEINFRAKTUR (SCAPHOIDFRAKTUR)

Definition:

  1. Häufigste Handwurzelfraktur ca. 50%
  2. Männer/Frauen: 6:1

Einteilung:

  1. Lokalisation im vorderen/mittleren/hinteren Drittel
  2. Bruchform: horizontal, schräg, vertikal

Wichtig:
Je steiler die Frakturwände umso instabiler ist der Bruch aufgrund der auf Ihnen einwirkenden Kräfte.
Eine Instabilität durch zusätzliche Bandverletzung (z.B. handflächenwärts des Bandapparates, Bandverbindung zwischen Kahnbein und Mondbein) verschlechtern die Prognose.

Ursache:

  1. Überstreckung mit Verdrehung des Handgelenkes mit durch Sturz auf die Hand und passiv z.B. Anprall eines Balles


Hätten Sie´s gewusst?

In letzter Zeit häufiger Frakturen bei Jugendlichen aufgrund neuer Sportarten wie Skateboard, BMX Räder e.t.c.

 Klinik:

  1. Schmerzen insbesondere armwärts im Handgelenk
  2. Druckschmerzhaftigkeit über der Tabatiere
  3. Druckschmerz des Daumen/Zeigefingers
  4. Schmerzhaft eingeschränkte Handgelenksbeweglichkeit
  5. Schwellung häufig daumenwärts


Hätten Sie´s gewusst?

Bei den Röntgenaufnahmen sind häufig Spezialaufnahmen notwendig, um den Bruch erkennen zu können.

Therapien:
Nicht operative (konservative) Therapien:

  1. Indikation bei stabilen, nicht verschobenen Frakturen
  2. Ruhigstellung im Unterarmgips 8-12 Wochen, früher Ruhigstellung im Oberarmgips für 4 Wochen und weitere 4-6 Wochen im Untearmgips
  3. Homöopathisch ergänzende alternative Therapien:

3.1. Hochmodere Magnetfeldtherapie (z.B. gegen eine falsche Gewebebindung)
3.2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
3.3. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
3.4. Homöopathische Infusionen
3.5. Scenar®

Operative Therapien:
Verschiedene Operationsmöglichkeiten

Wichtig:
Fehler und Gefahren sind besonders die Nichtheilung eines Bruches mit Bildung eines Falschgelenkes (Pseudarthrose) sowie Durchblutungsstörungen und der Knochentod eines Teils oder des gesamten Kahnbeines. Dies ist aus dem Grund häufig, da in einem Drittel der Fälle die Blutversorgung des Kahnbeines nur fingerwärts reicht, wobei es bei einer Fraktur des Kahnbeins zu einer Durchblutungsstörung des ellenbogenwärts gerichteten Bruches kommen kann.

Prognose:
Allgemein ist die Prognose in 90% der Fälle als gut zu bezeichnen.




SKIDAUMEN

Definition:
Riss des ulnaren Seitenbandes des Daumengrundgelenkes. Bei falscher Behandlung Gefahr der chronischen Instabilität, so dass festes Zugreifen nicht mehr möglich ist.

Ursache:
In ca. 10% aller Skiverletzungen. Der Daumen bleibt beim Sturz am Griff des Stockesund/ oder in der Schlaufe hängen und wird nach daumenwärts gedrückt oder direkter Sturz auf den Daumen. Dadurch kommt es zu einem Riss des Seitenbandes und/oder des zusätzlichen Seitenbandes oder des Innenbandes, als auch basisnaher Abriss sowie auch ein knöcherner Ausriss ist möglich. Kommt es zu einem knöchernen Ausriss distal kann der proximale Bandriss gegen den Rand der Sehnenplatte des Anspreizmuskels des Daumens schlagen, man spricht dann von einer sogenannten Sterner-Läsion. Eine Komplikation der Sternerläsion ist, dass eine Annährung der Bandstumme verhindert wird und dadurch eine anatomische Ausheilung nicht mehr möglich ist. Die Folge ist eine chronischen Instabilität in diesem Bereich.

Klinik:

  1. Druck-, Bewegungs- und Stressschmerz an dem Gelenk zwischen Mittelhandknochen und Daumengrundglied kleinfingerwärts
  2. Vermehrte Aufklappbarkeit des Seitenbandes kleinfingerwärts
  3. Immer Prüfung der Gegenseite zum Vergleich
  4. Ältere Verletzung: chronischer Reizzustand zum Teil mit Rötung, Schwellung und Schmerzen mit mit oder weniger ausgeprägter Instabilität

Therapie:
Nicht operative (konservative) Therapie:

  1. Die Entscheidung ob operiert wird, hängt von der Aufklappbarkeit des Bandes ab. Man sagt, dass eine Aufklappbarkeit von 35 Grad und mehr bei leicht gebeugtem Gelenk eine OP Indikation ergibt. Bei nicht operativen Fällen erfolgt eine Ruhigstellung im Daumenunterarmgips für 3 Wochen, dann Mobilisation und nach weiteren 2 Wochen zunehmende Belastung.
  2. Alternativ, aber selten angewendet und unsicher: ein Tapeverband

Homöopathisch ergänzende alternative Therapien:

  1. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
  2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
  3. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
  4. Sehnenunterstützende, entzündungshemmende, natürliche Injektionen
  5. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe

 

Operative Therapien:
Verschiedene OP Möglichkeiten möglich.

Therapie bei chronischer Instabilität:
Es erfolgt operativ eine Bandplastik mit nachfolgender Gipsbehandlung.

Prognose:
Bei Bandnaht mit exakter Adaptation sehr gut, bei Bandplastik eventuell Bewegungseinschränkung und/oder Instabilität




ENTZÜNDUNG IM ERSTEN STRECKERFACH (TENDOVAGINITIS DE QUERVAIN)

Definition:
Schmerzhafte Einengung und Stenose der im ersten Streckerfach verlaufenden Sehne und zwar der langen  Abspreizsehne des Daumens und der kurzen Streckersehne des Daumen.

Häufig Frauen im mittleren Alter oder jüngere Frauen mit manueller Tätigkeit (Sekretärin) sowie stillende Mütter.
Die Ursache bei stillenden Müttern liegt darin, dass sie ihr Kind mit einer nach daumenwärts abgewinkelten Hand auf dem Arm tragen, dadurch werden die Sehnen längere Zeit an den hinteren Bandapparatrand angedrückt und es kommt zu schmerzhaften Entzündungen.

Ursache:
Übermäßige Beanspruchung zum Teil mit spindelförmiger Aufreibung der Sehnen und Verdickung des Bandes.

Klinik:

  1. Belastungsabhängige, plötzlich einschießende bewegungsabhängige Schmerzen im 1. Streckerfach
  2. Druckschmerz am Griffelfortsatz des Radius
  3. Halten und Zugreifen fällt schwer
  4. Mehr oder minder tastbare Schwellung und Reizerguss
  5. Finkelstein- und Muckard- Test sind im Handgelenk positiv

Therapiemöglichkeiten:
Nicht operative (konservative) Therapien:

  1. Ruhigstellung des Daumens im Gipsverband ggfs. Zinkleimverband, Tape und/oder Handgelenksbandage
  2. Lokale Infiltration mit Kortison in das 1. Streckerfach, dies vor allem im Anfangsstadium
  3. Physikalische Therapie (akut Kälte, sonst Wärme. Ultraschall, e.t.c.)
  4. Entzündungshemmende, schmerzlindernde Medikamente (z.B. Ibuprofen, Diclofenac e.t.c), Salbenverbände, Zinkleimverband
  5. Demonstration von selbstständig im häuslichen Rahmen durchführbare Übungen
  6. Konsequente Einstellung der zu Schmerzen führenden Belastungen

Alternative Therapien:

  1. Hochmoderne Magnetfeldtherapie
  2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
  3. Homöopathische Injektionen und/oder Infusion
  4. Körpereigene, entzündungshemmende Injektion
  5. Sehnenunterstützende, entzündungshemmende, natürliche Injektionen
  6. Pulsierende Signal Therapie (PST ®)
  7. Ganzkörper- und/oder Ohrakupunktur
  8. Power-Tape
  9. Scenar® Hilfe zur Selbsthilfe

Prognose:
Gut. Rezidive häufig bei erneutem Überdehnen des Streckerfaches




SCHNELLENDER FINGER BZW. DAUMEN

Definition:
Es zeigt sich ein teilweise schmerzhaftes Schnappen des Fingers bei Beugung und Streckung evtl. vollständige Beuge- und Steckhemmung insbesondere morgens.


Hätten Sie´s gewusst?

Bei Kleinkindern Streckunghemmung des Daumenendgliedes nennt man Pollex flexus congnitus

Ursache:

  1. Überlastung
  2. Verschleißveränderungen. Folge: Anschwellen des Gewebes mit knotiger Verdickung der Sehne auf Höhe des ersten Ringbandes, so dass dieser Knoten nur mit Kraft durch das Ringband treten kann

Klinik:

  1. Schmerzen bei Beugung- und Streckung mit Schnappen des Fingers
  2. Druckschmerzhaftigkeit
  3. Reiben und knotige Verdickung
  4. Bei Kleinkindern fixierte Beugung des Daumenendgliedes (Vergleich mit der Gegenseite)

Therapiemöglichkeiten
Nicht operative (konservative) Therapie:

  1. Vorsichtige Injektionen mit Betäubungsmittel und Kortison um und in die Beugesehnenscheide
  2. Physikalische Therapien (akute Fälle Kälte, ggfs. Wärme, Elektrotherapie, Ultraschall e.t.c.)
  3. Demonstration von selbstständig im häuslichen Rahmen durchführbare Übungen und selbstständige Massage

Alternative Therapien:

  1. Hochmodere Magnetfeldtherapie
  2. Hochenergetische 2 Wellenlängen erfassende Tiefenlasertherapie
  3. Ganzkörper – und/oder Ohrakupunktur
  4. Homöopathische Injektionen und/oder Infusionen
  5. Sehnenunterstützende, entzündungshemmende, natürliche Injektionen (z.B. Ostenil tendo®)
  6. Körpereigene, entzündungshemmende Injektion 
  7. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Ortho tendo ®)

Operative Therapien:
Nur bei erfolgloser konservativer Behandlung oder Rezidiven.
Verschiedene Techniken.

Prognose:
Die Prognose ist gut




STRECKSEHNENABRISS

Definition:
Ausriss der Strecksehne an der Basis des Fingerendgliedes evtl. mit Knochenfragment

Ursache:

  1. Verletzung durch Schlag auf den gestreckten Finger z.B. Basketball
  2. Bagatellverletzung z.B. Betten beziehen
  3. Häufig Mittel- oder Ringfinger betroffen

Klinik:

  1. Schmerzen handrückenwärts über dem Endgelenk
  2. Blickdiagnose, d.h. dass das Fingerendglied hängt und kann nicht aktiv gestreckt werden
  3. Passive Beweglichkeit ist frei
  4. Schwellung, Bluterguss

Therapiemöglichkeiten:
Nicht operative (konservative) Therapie:

  1. Bei geschlossenen Rissen Therapie der 1. Wahl, gute Erfolge mit der Starkschen Schiene (konsequente Ruhigstellung des Endgliedes über 4-6 Wochen)

Bitte beachten Sie:
Wegen Schwellung des Gelenkes zunächst größere Schiene anpassen, später auf kleiner Schiene wechseln. Die Schiene wird so angelegt, dass das Mittelglied frei bewegt werden kann. Der Finger muss 1x pro Tag gesäubert werden, da es sonst zu Verletzungen der Haut durch die Plastikschiene kommen kann. Wichtig ist, dass bei der Säuberung das Endglied nicht gebeugt wird.

Hätten Sie´s gewusst?

Die Schiene muss konsequent Tag und Nacht 4-6 Wochen getragen werden. Danach 4 Wochen nur Nachts.

 

Operative Therapie:
Operative Therapie nur bei größeren und assoziierten knöchernen Ausrissen oder bei Subluxation des Endgliedes oder bei offenen Verletzungen und erfolgloser konservativer Therapie.